Rechenschaftsbericht 2007

Präsentation zum Rechenschaftsbericht (PDF, 306 KB)

Liebe Vereinsmitglieder,

im Jahr zwei nach meinem Amtsantritt als Schiedsrichterobmann darf ich Sie heute erneut über die Entwicklungen der Schiedsrichterabteilung informieren. Dieser Aufgabe komme ich sehr gerne nach, denn die „Hertha-Schieris“ können auf zwölf ereignisreiche und vor allem erfolgreiche Monate zurückblicken.

Lassen Sie mich Ihnen jedoch eingangs die nackten Zahlen darlegen:

Mit heutigem Datum hat die Schiedsrichterabteilung 35 Mitglieder, von denen 31 Schiedsrichter aktiv Woche für Woche auf den regionalen und überregionalen Fußballplätzen unterwegs sind. Die übrigen vier Mitglieder fungieren als SR-Beobachter bzw. Berater, die ihr Fachwissen vorrangig an unsere jüngeren Kameraden weitergeben und damit für unsere SR-Arbeit unersetzlich sind. Schaut man sich die Anzahl der 31 aktiven Schiedsrichter genauer an, dann amtieren derzeit 24 Schiedsrichter im Herren- und 7 Schiedsrichter im Juniorenbereich.

Auf dem ersten Blick haben wir uns damit im Vergleich zum Vorjahr etwas verkleinert. Analysiert man jedoch die Personalentwicklung der letzten Monate etwas genauer, so erkennt man eine sehr starke Fluktuation. Der Grund dafür ist ein eingeschlagener Umstrukturierungsprozess, auf den ich später noch in meinem Rechenschaftsbericht eingehen werde.

Kommen wir zunächst zu den sportlichen Entwicklungen, denn hier konnten wir in den vergangenen zwölf Monaten vorzeigbare Erfolge verzeichnen:

die Schiedsrichtergruppe Hertha BSC ist wieder im bezahlten Fußball vertreten!

Felix Zwayer hat an seine sehr guten Leistungen angeknüpft und ist dafür belohnt worden. Seit dieser Saison 2007/2008 ist Felix Schiedsrichter der zweiten Fußballbundesliga. Zu diesem Erfolg gratulieren wir dir auch noch einmal an dieser Stelle ganz herzlich und wünschen dir weiterhin viel Erfolg bei den kommenden Aufgaben.

Felix gehört damit zu den TOP 38 der deutschen Schiedsrichter und ist mit seinen 26 Jahren der zweitjüngste Zweitligaschiedsrichter, der uns hoffentlich noch viel Freude bereiten wird.

Christoph Marschner, derzeit das zweite Mitglied der Schiedsrichtergruppe, das überregional als Schiedsrichter amtiert, konnte seinen Platz in der NOFV- Oberliga halten und vertritt dort weiterhin die blau-weißen Farben im überregionalen Amateurfußball. Dieses ist ein vorzeigbares Ergebnis, denn der Klassenerhalt ist, das wissen Sie als Fußballer, im Jahr eins nach dem Aufstieg immer ein schwieriges Unterfangen. Dazu herzlichen Glückwunsch!

Aber auch im Berliner Bereich gibt es positive Meldungen zu berichten. 5 Hertha-Schiedsrichter schafften durch sehr gute Leistungen den Sprung in die nächst höhere Spielklasse. Wir gratulieren

  • Lothar Steinfurt für den Aufstieg in die Landesliga
  • Axel Schmidt und Philip Walker für den Aufstieg in die Bezirksliga
  • Tobias Siegel für den Aufstieg in die Kreisliga A
  • und last but not least:
    Markus Kowalski für den Sprung vom Juniorenbereich in die Kreisliga B.

Allen Schiedsrichtern gratuliere ich ganz herzlich und wünsche euch viel Erfolg in den neuen Spielklassen. Und Ihnen, liebe Vereinsmitglieder, kann ich mit Stolz sagen, dass Hertha BSC nachweislich einmal mehr quantitativ und qualitativ in puncto Schiedsrichterarbeit die Nummer 1 in Berlin ist.

Folie aus der Präsentation des Rechenschaftsberichtes 2007 mit dem Bild der Schiedsrichtergruppe

Eben erwähnte ich, dass sich die SR-Gruppe in einem Umstrukturierungsprozess befindet. Eingeläutet haben wir diesen Prozess nach der letzten Mitgliederversammlung im November 2006, nachdem wir feststellten, dass die Schiedsrichtergruppe Hertha BSC im Juniorenbereich Nachwuchsschwierigkeiten hat. Aus diesem Grund haben wir im Frühjahr 2007 die Verantwortlichkeiten innerhalb der Schiedsrichtersparte neu verteilt und mit Axel Schmidt einen Schiedsrichterkollegen gewinnen können, der mich zusammen mit meinen Stellvertretern Thomas Grünberg und David Jalilvand in diesem Entwicklungsprozess unterstützt. Im Übrigen hat auch der Amateurvorstand bereits die Qualitäten von Axel erkannt und ihm seit Beginn dieser Saison die Schiedsrichterbetreuung bei den Heimspielen unserer B-Jugend-Bundesligamannschaft übertragen.

Aber zurück zum Umstrukturierungsprozess: Gemeinsam mit meinen Stellvertretern haben wir den Mut gehabt, uns von Schiedsrichterkameraden zu trennen. Mit diesem Schritt wollten wir eingefahrene Strukturen aufbrechen und mit neuen, frischen Gesichtern eine neue Gruppenstruktur aufbauen und somit gleichermaßen den Weg für eine neue Juniorenoffensive freimachen. Dieser Schritt führte bereits zu kleinen Erfolgen, denn im Februar diesen Jahres gelang Selcuk Mizmizlioglu und Ole Kattluhn zwei Juniorenschiedsrichter der Sprung in die Fördermaßnahme des Berliner Fußball-Verbandes.

Unser Prozess ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Wir werden weiterhin unseren eingeschlagenen Weg fortsetzen und der SR-Gruppe Hertha BSC einen neuen Anstrich verleihen. Dadurch werden wir uns mittelfristig bei einer Mitgliederanzahl von 35 Schiedsrichtern einpendeln und langfristig dem Berliner Schiedsrichterwesen neue Nachwuchstalente aus den eigenen Reihen zuführen. Gerne berichte ich Ihnen auf der nächsten Mitgliederversammlung, wie sich dieser Prozess entwickelt hat.

Liebe Vereinsmitglieder: wo Licht ist, ist auch Schatten. So muss ich an dieser Stelle leider auf ein unerfreuliches Thema eingehen. Im vergangenen Jahr konnte ich Ihnen noch mit Stolz von unserem Jungschiedsrichter Adrian Maxelon berichten, der mit 20 Jahren den Sprung in der Berliner Verbandsliga schaffte. Stolz deswegen, weil wir diesen Schiedsrichter vor sechs Jahren selbst ausgebildet haben und seit dem immer mit Rat und Tat zur Seite standen, auch dann, wenn es schwierige Zeiten gab. Vor gut 8 Wochen unterrichtete mich Adrian dann, dass er unseren Verein zum 1. Oktober 2007 verlassen wird und sich dem Verein Kickers 1900 anschließt. Bitte glauben Sie mir, dass diese Mitteilung völlig überraschend für mich kam. Auch wenn Adrian mir versicherte, dass seine Beweggründe nichts mit der Arbeit bei Hertha BSC zu tun haben, sondern er den Vereinswechsel für seine persönliche Entwicklung als notwendig einstufte, so bleibt bei diesem Schritt ein negativer Beigeschmack. Beigeschmack deswegen, weil es aus meiner Sicht schon einen Unterschied macht, ob ein Schiedsrichter im Vorfeld auf mich zukommt und in seine Gedankengänge einweiht, den Verein zu verlassen oder auf mich zukommt und mich vor vollendete Tatsachen stellt. Hier hätte ich mir einen anderen Umgang gewünscht, dass habe ich Adrian auch mitgeteilt. Aus meiner Sicht ist der Vorgang mit der heutigen Mitgliederversammlung abgeschlossen und ich wünsche Adrian von dieser Stelle viel Erfolg bei den künftigen Aufgaben.

Zu guter Letzt möchte ich mich bei den vielen Personen bedanken, die uns bei unserer Schiedsrichterarbeit in den vergangenen Monaten unterstützt haben. An erster Stelle danke ich dem gesamten Amateurvorstand dafür, dass dieser stets ein offenes Ohr für unsere Belange hatte. Die Arbeit mit euch hat mir viel Freude bereitet und ich hoffe, dass wir diese in der kommenden Legislaturperiode fortsetzen können. Dank gilt auch der Amateurgeschäftsstelle, die sich stets ohne Abstriche unseren Wünschen angenommen hat. Aber auch intern haben wir mit Holger Bergmann einen Schiedsrichterkollegen, der sich unheimlich stark in unsere SR-Gruppe einbringt. Euch allen für euer Engagement recht herzlichen Dank!

Der Größte Dank gilt meinen Stellvertretern Axel Schmidt, Thomas Grünberg und David Jalilvand. Die Zusammenarbeit mit euch bereitet mir eine Riesenfreude und jeder von euch macht einen klasse Job. Auch in Zeiten, in denen meine zeitlichen Kapazitäten knapp bemessen waren, habt ihr das Tagesgeschäft am Laufen gehalten. Dafür vielen, vielen Dank!

In diesem Sinne bedanke ich mich bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche uns allen noch einen schönen Abend.

Vielen Dank.

Kevin Langner, Schiedsrichter-Obmann